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Wir alle für immer zusammen Theaterstück nach dem Roman von Guus Kuijer Theater der Jungen Welt Bühnenbearbeitung: Philippe Besson und Andreas Steudtner Regie: Stephan Beer Musikalische Leitung: Lars Kutschke Mit: Anke Stoppa, Susanne Krämer, Sven Reese Kostüme: Dorothee Neuling Bühnenbild: Dorothee Neuling Premiere: 5. März 2009 www.theaterderjungenweltleipzig.de
"Es gibt immer Luft für meine Schlösser..." Es handelt sich um ein Theaterstück nach einem fünfteiligen Roman eines holländischen Autors. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens namens Polleke. Dessen Leben versinkt in Unruhe, weil ein Junge aus ihrer Klasse, ein Marokkaner, wegen seiner Religion nicht mehr ihr Freund sein darf. Sie schreibt ihm, Mimun, einen nicht ganz netten Brief, den dummerweise der Lehrer in die Finger kriegt, weshalb er auch noch glaubt, ein Rassismusprojekt anfangen zu müssen. Pollekes Mutter, die seit Jahren nicht mehr mit ihrem Vater zusammen ist, geht in die Schule, schreit den Lehrer an, dass ihre Tochter keine Rassistin ist - und verliebt sich in ihn. Pollekes Vater wiederum ist Dichter (auch Polleke ist Dichterin). Er schreibt zwar keine Gedichte, aber Polleke meint, so wie er redet oder sich bewegt, merkt man: Da kommt ein Dichter. Ein Gedicht hat er doch jemals für Polleke geschrieben: Es gibt immer Luft für meine Schlösser Und darin ist eine Ecke Für meine Polleke Polleke hat gläubige Großeltern, bei denen sie eine Kuh hat. Als diese Kuh plötzlich kalbt und ihr Vater wegen des Handels mit Haschisch ins Gefängnis kommt und der Lehrer ihrer Mutter auch noch einen Antrag macht, scheint ihr Leben plötzlich wild zu werden. Doch Gott sei Dank streitet sich ihre Mutter mit dem Lehrer und ihr Vater kommt aus dem Gefängnis frei. Er bricht zu einer Weltreise auf, von der er mit tausend Gedichten zurückkommen will. Und als sich Polleke mit Mimun wieder etwas näher kommt, renkt sich alles eigentlich wieder ein. Dass die Weltreise ihres Vaters ihn nur nach Belgien führt und auch dass er ohne Gedicht zurückkommt, kann Polleke nicht mehr so recht erschüttern. Als Mimun von Zuhause ausreißt, um mit Polleke ihre Kuh anzuschauen, nimmt alles doch noch ein gutes Ende. Dadurch, dass die Schauspieler gut gespielt haben, die Lichteffekte super waren, ist es ein interessantes und unterhaltsames Stück geworden, das ab ungefähr 10 Jahren beziehungsweise für Viertklässler seine Pracht entfaltet. (Jonathan, 6. Klasse FWS Leipzig)
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