Franziska Reif | Drucken07.06.2008 

Comic international

Das Magazin "Plaque" stellt-in Wort und Bild-eine lebhafte Comic-Kultur dar

Wer sich für Comics begeistern kann und sich darüber hinaus dafür interessiert, was die jeweiligen AutorInnen treibt und was sie so treiben, kann sicher dank Google und Wikipedia den Informationshunger kurzfristig befriedigen. Ein ganzes Werk, das aspekthaft Metatexte, Autoren sowie deren Streifen und Kurzgeschichten zusammenstellt - darunter auch bis dato Unübersetztes - kann hier aber noch viel mehr leisten. Mit Plaque - Magazin für Wort und Bild hat der Avant-Verlag eine Reihe gestartet, die genau das zum Ziel hat. Teil eins erschien 2002 und hatte Italien zum Schwerpunkt. Vorgestellt wurde eine lebendige Comic-Kultur, die man von Deutschland aus praktisch nicht bemerkt. 2007 wurde der Nachfolgeband herausgegeben. Dieser präsentiert neben einem comichistorischen Essay von Horus und einem Interview mit der Zeichnerin Anke Feuchtenberger, Arbeiten und Vitas von AutorInnen aus Frankreich, Österreich und Deutschland. Neben schierem Text auch hier: Viel sequentielle Kunst, in Farbe und schwarz-weiß. Das ist so spannend wie vielseitig und eignet sich zum Schmökern, vorwärts und rückwärts Blättern und zum Weglegen nur, um es bald wieder in die Hand zu nehmen. Vor allem ist es: Viel zu schnell vorbei. Auch wenn der ursprüngliche Anspruch der jährlichen Erscheinungsweise nicht erfüllt wird und (schade, schade) angesichts der Informationsfülle sicher auch nicht erfüllt werden kann, so hofft man doch, auf Teil drei nicht noch mal fünf Jahre warten zu müssen. Möge bis dahin Plaque 02 eine große Gemeinde finden.

Johann Ulrich & Kai Pfeiffer (Hrsg.): Plaque 02 - Magazin für Wort und Bild
Berlin - 2007
avant-verlag
159 S. - 16,95 €
www.avant-verlag.de

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