Janna Kagerer | Drucken01.06.2008 

Vom Schatten ins Licht

Die erste Scheibe des rockenden Vogtländers Redface hat Potenzial

Red Face Project. Der Name sagt den wenigsten etwas. Der 1984 in Schleiz geborene Christian Wenzel, der maßgeblich hinter diesem Pseudonym steht, kommt nur selten aus seinem langjährigen und aktuellen Heimatort Thierbach heraus. Ab und zu hat er aber auch Auftritte jenseits des Vogtlandes. Auch in Leipzig stand er schon ein paarmal auf der Bühne. Er ist ein bisschen Einzelkämpfer, spielt Gitarre und singt dazu mit einer versucht angerauhten Stimme, die zwischen ECHT und Puhdys angesiedelt ist, selbstgeschriebene Songs.

Mit den Freunden und Musikern Sandro Rockrohr und Rene Linzmaier hat Redface, wie er sich bevorzugt nennt, ein Album im Eigenlabel abgemischt. Die Qualität der mit Vom Schatten ins Licht betitelten Scheibe lässt sich hören. Zehn reguläre Titel sind darauf, dazu drei Bonustracks und Unplugged-Versionen einiger Stücke: Mal geradliniger Rock, mal gefühlvolle Ballade, immer um ein Schlagzeug und / oder Keyboard bereichert. Einfache Melodien mit Texten in deutscher Sprache, die nur selten über die Reimschemata aabb oder abab hinausgehen und meist vom Liebesschmerz handeln. O-Ton Redface: "Naja, der Ursprung zu dieser CD war meine Ex-Freundin. Wir waren anderthalb Jahre zusammen und die Trennung hat mich schwer getroffen." Herausgekommen ist Liedgut zwischen Naivität und Authentizität, Poesie und Profanität. Etwas mit Potenzial, das sich aber noch weiterentwickeln darf.

Eines ist sicher: Redface ist jetzt schon ein Geheimtipp. Weniger für den Plattenmarkt als die Casting-Scouts. Der junge Mann sieht nett aus und dürfte rockend die Herzen aller Mädchen im Teenageralter höher schlagen lassen, sofern sie von der Sorte sind, die gerne bei Konzerten bis zum Ohnmachtsanfall kreischen. Warum nicht mal ein Shooting Star aus dem Vogtland? Die Voraussetzungen sind da.

Red Face Project: Vom Schatten ins Licht

www.myspace.com/redfaceproject

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